Igel

Erwachsenes Tier

Gesunde, erwachsene Igel sollten dämmerungs- oder nachtaktiv sein. Völlig typisch ist es, reglos zu verharren, sich zusammenzurollen und abzuwarten. Wenn ein Igel nicht davon läuft ist das zunächst einmal nicht ungewöhnlich, sondern ganz normales Verhalten.

Dass ein Igel Hilfe benötigt erkennt man daran, dass er tagaktiv ist, sich nicht zusammenrollt sogar wenn man ihn anfasst, er schwer atmet und/oder das Maul offen steht, oder eindeutig verletzt ist. Ein solches Tier in eine dunkle Kiste/einen Karton mit Luftlöchern setzen und bei uns abgeben.
Ganz wichtig für die spätere Auswilderung: weil Igel Revier- und Gewohnheitstiere sind versuchen wir sie nach Möglichkeit an oder in der Nähe des Fundortes wieder auszuwildern, deshalb unbedingt angeben, wo der Igel gefunden wurde.

 

Ein Tipp für Gartenbesitzer: weil Igel nachtaktiv sind schlafen sie tagsüber oft in Hecken, dichtem Gebüsch, unter Holz und Geäst, oder in Laub- und Komposthaufen. Mäharbeiten sollten deshalb bei solchem Bewuchs vorsichtig gemacht werden, denn jedes Jahr werden zahlreiche Igel durch Rasenmäher und Motorsensen zum Teil tödlich verletzt. Mehr Tipps zum Igelfreundlichen Gärtnern finden Sie auch auf unserer Seite Rund um Haus & Garten.

Igelnest

Nicht selten erwählen Igelmütter Komposthaufen als Kinderstube. Deshalb gilt beim Versetzen von solchen Haufen erhöhte Aufmerksamkeit und ab September sollte man es, wenn möglich, ganz unterlassen. Findet man hier - oder anderswo - doch ein Igelnest, versuchen Sie es in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen und geben Sie der Igelmutter Zeit, ob sie zum Nest zurückkehrt. Falls nicht, die Jungtiere (Achtung, am Anfang sind die Zwerge kaum so groß wie ein Daumen!) am besten mit ein bisschen Moos oder einem Tuch in einen Karton packen, dafür sorgen, dass sie nicht auskühlen und so bald als möglich bei uns abgeben.